RTLS erklärt: kompakter Leitfaden
Der Begriff RTLS, also Real-Time Location System, hat sich als Bezeichnung für Systeme zur Indoor-Positionierung etabliert. Echtzeit-Ortungssysteme (RTLS) ermöglichen das Tracking von Beständen, Mitarbeitenden und Equipment in Echtzeit, verbessern operative Abläufe und erhöhen die Transparenz im Betrieb deutlich. Industrieunternehmen, Logistikstandorte und sogar Gesundheitseinrichtungen setzen zunehmend auf RTLS-Technologie, um Prozesse zu optimieren, Sicherheitsstandards zu erhöhen, die Patientenerfahrung zu verbessern, Mitarbeitende zu schützen, Infektionen vorzubeugen und die Gesamteffizienz zu steigern.
In diesem umfassenden Leitfaden zeigen wir, was RTLS ist, wie es funktioniert und vor allem, wie Ihr Unternehmen davon profitieren kann.
Bestandteile eines RTLS-Systems
Ein RTLS kombiniert Hardware, Software und eine Lokalisierungs-Engine, um die genaue Position von Objekten oder Personen in einem abgegrenzten Bereich zu bestimmen. Zu den wichtigsten Komponenten eines RTLS-Systems gehören:

RTLS-Tags oder Beacons
Die meisten RTLS-Systeme benötigen heute kleine, batteriebetriebene Tags für die Ortung. Der Tag wird am Asset befestigt, das verfolgt werden soll. In der Regel senden diese Geräte Signale aus, die von den Ankern empfangen werden. Die meisten Tracker arbeiten mit Batterien und erreichen eine Laufzeit von mehreren Jahren. Für das Fahrzeug-Tracking können einige Tracker direkt über das Fahrzeug mit Strom versorgt werden. Außerdem unterstützen manche RTLS-Systeme auch die Lokalisierung per Smartphone, sodass kein separater Tag erforderlich ist.
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Anker oder Empfänger
Während die Positionsbestimmung im Außenbereich auf GPS-Abdeckung basieren kann, benötigen Indoor-Positionierungssysteme eine eigene Infrastruktur. In der Praxis müssen Anker oder Empfänger installiert werden, die als Referenzpunkte für das RTLS dienen. Dafür sind in der Regel Stromversorgung und/oder eine Ethernet-Verbindung notwendig.
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RTLS-Software
Die RTLS-Software ist ein zentraler Bestandteil des Systems: Hier werden die tatsächlichen Positionen berechnet (Lokalisierungs-Engine), und hier lässt sich ein RTLS-Setup konfigurieren und verwalten. Nach der Installation können andere Systeme die Standortdaten über APIs übernehmen. Typischerweise wird diese Software von System- oder IT-Administratoren genutzt.

Anwendungssoftware
In der einfachsten Form liefert ein RTLS ausschließlich Standortinformationen. Diese Daten können in bestehende Anwendungen wie ein ERP (Enterprise Resource Planning) oder WMS (Warehouse Management System) integriert oder an eine spezielle RTLS-Anwendung übergeben werden, die Indoor-Mapping, Geofencing und Analytik kombiniert. Diese Anwendungen werden im Alltag meist von Endanwendern wie Bedienern, Prozessingenieuren und Führungskräften genutzt.
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Pozyx bietet ein in der Industrie bewährtes RTLS für UWB und BLE, das präzise und skalierbare Indoor-Positionierung ermöglicht.
Wichtige Anwendungsfälle von RTLS
Eine der wichtigsten Anwendungen von RTLS ist das Asset-Tracking, das Abläufe in vielen Branchen optimiert. Echtzeit-Ortungssysteme verbessern operative Prozesse und erhöhen die Transparenz im Tagesgeschäft. Dazu gehören die Verfolgung von Beständen, die Verwaltung von Materialien sowie die präzise Ortung kritischer Assets.
Die Zahl der Anwendungsfälle für RTLS ist sehr groß. Bei Pozyx haben wir mehr als 250 einzigartige RTLS-Anwendungsfälle identifiziert und dokumentiert. Auf Basis dieser Übersicht sehen wir, dass sich die meisten Use Cases in die folgenden vier Kategorien einordnen lassen:
1. Echtzeit-Transparenz
Der wichtigste Anwendungsfall eines RTLS ist eine bessere Transparenz über Unternehmenswerte und Betriebsmittel. Dazu zählen Maschinen, Fahrzeuge, Materialien, Fertigungsaufträge, Behälter, Wagen, Mitarbeitende und vieles mehr. Transparenz kann dabei bedeuten, den exakten Standort eines Assets zu kennen oder genau zu wissen, wie viele Assets sich an einem bestimmten Ort befinden.
Standortdaten, die in Echtzeit über Sensoren oder Beacons mit Technologien wie Bluetooth Low Energy (BLE), Wi-Fi oder UWB erfasst werden, sind für diese Transparenz entscheidend. Ohne RTLS ist diese Sicht oft veraltet oder schlicht falsch. Ein gutes Beispiel ist ein ERP-System, das negative Lagerbestände für ein bestimmtes Asset ausweist, obwohl das praktisch unmöglich ist. Mit einem RTLS verkürzt sich die Suche nach Assets von Stunden oder Tagen auf Sekunden.
Die Transparenz eines RTLS beschränkt sich nicht nur auf den Standort von Assets. Mit standortbasierten Triggern lassen sich auch bestimmte Ereignisse sichtbar machen. Zum Beispiel, wenn etwas einen Bereich betritt oder verlässt, wenn ein Asset lange stillsteht oder wann es zuletzt bewegt wurde. Diese Fähigkeit zur präzisen Lokalisierung unterstützt eine bessere Ressourcenplanung und steigert die operative Effizienz.



Typische Assets, die mit einem Indoor-Positionierungssystem verfolgt werden
2. Datengetriebene Analytik
Echtzeit-Standortdaten enthalten eine Fülle an Informationen, die sich für datenbasierte Entscheidungen oder prädiktive Analysen nutzen lassen. Ihr Wert geht weit über die reine Positionsangabe eines Assets hinaus. Wo sich Dinge befinden, wie lange sie dort bleiben und wie sie sich bewegen, liefert in Kombination mit dem Kontext der Anlage wertvolle Einblicke in Prozessmuster, Ressourcennutzung und Gesamteffizienz. Dieser datengetriebene Ansatz hilft Unternehmen dabei, Prozesse zu optimieren, Ressourcen gezielter einzusetzen und die Gesamtleistung zu verbessern. Beispiele für standortbasierte Analytik sind:
- Erkennung kranker Kühe oder von Kühen in der Brunst anhand ihrer Bewegungsmuster
- Bestimmung der Effizienz eines Gabelstaplers auf Basis von Aktivität und Fahrtenzahl
- Analyse, wie häufig Equipment genutzt wird, um den tatsächlichen Bedarf besser zu bestimmen.
Durch die Analyse historischer Standortdaten können Unternehmen Prognosemodelle entwickeln, Trends frühzeitig erkennen, mögliche Engpässe identifizieren und Probleme proaktiv lösen, bevor sie den Betrieb beeinträchtigen. Diese Fähigkeit, Standortdaten in konkrete Handlungsempfehlungen zu übersetzen, ist ein zentraler Vorteil von RTLS-Lösungen.
3. Sicherheit, Schutz und Compliance
RTLS wird eingesetzt, um die Arbeitssicherheit zu erhöhen, indem der Standort von Mitarbeitenden in Echtzeit erfasst wird, insbesondere in gefährlichen Umgebungen. In Gesundheitseinrichtungen kann RTLS die Sicherheit von Patienten und Personal verbessern, Personalmangel abfedern und Prävention sowie Kontrolle von Infektionen unterstützen. Beispiele dafür sind:
- Mitarbeitende im Notfall schnell lokalisieren und evakuieren
- Kollisionen vermeiden, indem Bediener gewarnt werden, wenn sie sich zu nah an einem fahrenden Gabelstapler, AGV oder anderen Fahrzeug befinden
- Verhindern, dass ein Hallenkran Materialien über Köpfe hinweg transportiert
In Branchen mit strengen regulatorischen Vorgaben, etwa im Gesundheitswesen oder in der Fertigung, hilft RTLS Unternehmen dabei, Sicherheits- und Compliance-Anforderungen einzuhalten. Es stellt sicher, dass sich Assets und Personen dort befinden, wo sie sein sollen, und liefert Nachweise über Bewegungen und Aktivitäten. Das erhöht die Sicherheit von Mitarbeitenden und Patienten und unterstützt die Einhaltung von Standards.
4. Standortbasierte Automatisierung
Fortgeschrittene Anwendungsfälle nutzen Standortinformationen, um Prozesse automatisch auszulösen, nach dem Prinzip "wenn dies passiert, dann tue das". Dank der Echtzeitfähigkeit von RTLS können diese Automatisierungen ohne Verzögerung greifen, was für viele Abläufe entscheidend ist. Zum Beispiel:
- Buchungen im ERP automatisch auslösen, sobald ein Asset einen bestimmten Bereich betritt
- Licht und Maschinen automatisch abschalten, wenn ein Raum oder Bereich 5 Minuten lang leer ist
- Abholung von Behältern oder Patienten automatisch anhand ihres Standorts signalisieren
Diese Use Cases zeigen, wie RTLS betriebliche Effizienz steigern und das Ressourcenmanagement in unterschiedlichen Branchen verbessern kann. Durch die Nutzung von Echtzeit-Standortdaten können Unternehmen smarte Automatisierungen umsetzen, die Abläufe vereinfachen und manuelle Eingriffe reduzieren.
Einsatzbereiche von RTLS
Fertigung
Die Fertigung zählt zu den größten Einsatzfeldern für Indoor-Lokalisierung. Produktionsstandorte nutzen RTLS-Technologien wie Ultra-Wideband (UWB) und aktive Funkfrequenz-Identifikation (RFID), um die Bewegung von Equipment, Rohmaterialien, Fertigungsaufträgen und fertigen Produkten zu überwachen.
Mit Echtzeit-Ortungssystemen und präzisen Standortdaten lassen sich Produktionsprozesse effizienter gestalten, Durchlaufzeiten verkürzen, Arbeitsumgebungen sicherer machen und Qualitätsvorgaben besser einhalten. Die Integration von RTLS-Lösungen in der Fertigung verbessert außerdem Asset-Tracking, Produktivität und Ressourceneinsatz und unterstützt wirtschaftliche Lean-Operations.


Warehouse Management
RTLS hat Lagerprozesse grundlegend verändert, weil es in Echtzeit zeigt, wo sich Bestände genau befinden, Suchzeiten reduziert und die betriebliche Effizienz verbessert. Durch die Integration von RTLS-Technologie lassen sich Buchungen automatisieren, Wege für Kommissionierer mithilfe präziser Standortdaten optimieren und Fehler bei Wareneingang und Versand verringern.
Mit RTLS-Lösungen wie Ultra-Wideband-Technologie und aktiven RFID-Tags können Lager eine genauere Ortung erreichen, Abläufe verschlanken und Ressourcen besser einsetzen, was letztlich zu deutlichen Kostenvorteilen und höherer Produktivität führt.
Gesundheitswesen
Das Gesundheitswesen ist ein weiterer bedeutender Markt für RTLS. In Krankenhäusern sind Echtzeit-Ortungssysteme unverzichtbar, um medizinische Geräte zu verfolgen, Patientenflüsse zu steuern und durch hohe Ortungsgenauigkeit die Sicherheit von Patienten und Personal zu erhöhen.
Durch den Einsatz von RTLS-Technologien wie UWB und aktiven RFID-Tags können Gesundheitseinrichtungen kritische Assets schneller lokalisieren und Reaktionszeiten in Notfällen verbessern. Diese Systeme helfen zudem, Patientensicherheit zu erhöhen, Ressourcen effizienter einzusetzen und operative Abläufe zu verbessern, was die Versorgungsqualität insgesamt deutlich stärkt.


Einzelhandel
Im Einzelhandel werden Echtzeit-Ortungssysteme (RTLS) eingesetzt, um Bestände zu verfolgen und zu verwalten, die operative Effizienz zu steigern und das Kundenerlebnis zu verbessern. Mit RTLS-Technologien wie Ultra-Wideband (UWB) und aktivem RFID können Händler Warenbewegungen in ihren Filialen in Echtzeit überwachen, Bestände optimieren, Out-of-Stock-Situationen reduzieren und Nachschubprozesse effizienter steuern.
Darüber hinaus lassen sich RTLS-Lösungen für standortbasiertes Marketing und personalisierte Kundenansprache nutzen. So können gezielte Angebote ausgespielt und Ladenlayouts anhand von Laufwegen und Verhaltensdaten verbessert werden. Das führt zu besserem Bestandsmanagement, höheren Umsätzen und einem ansprechenderen Einkaufserlebnis.
Landwirtschaft
Die Lokalisierung von Vieh und Personen, das Tracking von Equipment, das Management von Verbrauchsmaterialien, die Erfassung von Erträgen und die Beobachtung von Tierverhalten sind nur einige Beispiele aus der Landwirtschaft, in denen Echtzeit-Ortung für Indoor-Farmen mit Viehhaltung oder Pflanzenproduktion besonders wichtig ist.
RTLS-Systeme liefern, insbesondere in Kombination mit künstlicher Intelligenz (KI), detaillierte Daten zu Tierstandorten und Bewegungen und haben sich als äußerst wertvoll für Fruchtbarkeit, Produktivität, Tierwohl und Gesundheit erwiesen. Der Einsatz von RTLS in der Landwirtschaft verbessert operative Abläufe, Ressourceneinsatz und das gesamte Farmmanagement. Deshalb ist Tier-Tracking heute ein wichtiges RTLS-Anwendungsfeld und treibt Innovationen im Agrarsektor voran.
Wichtige RTLS-Technologien
In diesem Abschnitt geben wir einen Überblick über die wichtigsten RTLS-Technologien und zeigen, wie sie sich voneinander unterscheiden. Der Vergleich konzentriert sich auf gängige kommerzielle Lösungen und schließt weniger verbreitete Optionen wie Ultraschall-Ortung aus. Dabei wird deutlich, dass viele Systeme Zielkonflikte zwischen Faktoren wie Ortungsgenauigkeit, Energieverbrauch und Reichweite mit sich bringen, die die Leistung von RTLS-Anwendungen direkt beeinflussen.
Die Wahl der passenden Ortungstechnologie ist nicht immer einfach. In vielen Fällen kann keine einzelne Technologie alle Anforderungen an die Positionsbestimmung vollständig erfüllen. Eine Lösung dafür ist die Kombination mehrerer Sensoren. So können Bewegungssensoren wie Beschleunigungsmesser oder Gyroskope mit anderen RTLS-Technologien kombiniert werden, um die Ortungsgenauigkeit zu verbessern. Allein liefern diese Sensoren zwar keine absolute Position, sie können die Präzision der Standortdaten während des Trackings jedoch erhöhen.
Im Folgenden finden Sie eine nicht vollständige Liste wichtiger Kriterien bei der Auswahl eines Ortungssystems:
- Genauigkeit
- Infrastrukturkosten
- Wartungskosten
- Batterielaufzeit
- Update-Rate
- Tag-Größe
- Skalierbarkeit
- Einfache Installation
- Ortungsverzögerung (Echtzeitverhalten)
- Störungen mit anderen Systemen
- Robustheit in anspruchsvollen Umgebungen
- Reichweite
Diese Faktoren sollten sorgfältig bewertet werden, damit die gewählte RTLS-Lösung den Anforderungen der jeweiligen Anwendung gerecht wird.
UWB-RTLS (Ultra-Wideband)
Ultra-Wideband (UWB) ist eine Technologie, die speziell für Indoor-Ortungsanwendungen entwickelt wurde. Heute gilt UWB als Goldstandard für Echtzeit-Ortungssysteme, weil sie eine hohe Genauigkeit von 10 bis 30 cm, einen geringen Energieverbrauch und eine hohe Robustheit in anspruchsvollen Umgebungen mit viel Metall bietet.
Außerdem sind die Kosten dieser Technologie in den letzten Jahren deutlich gesunken, da UWB in Smartphones und Fahrzeugen stark verbreitet wurde. Dadurch ist UWB heute eine wirtschaftlich attraktive Option, um Tausende von Assets in großen Anlagen zu verfolgen, ohne das Budget zu sprengen.
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BLE-RTLS (Bluetooth Low Energy)
Bluetooth ist eine bekannte Technologie mit zahlreichen erfolgreichen Anwendungsbereichen. BLE (Bluetooth Low Energy) wurde ursprünglich nicht für die Indoor-Positionierung entwickelt, sondern ist eher ein Nebenprodukt der Technologie. Weil BLE auf nahezu allen mobilen Geräten verfügbar ist, wird es besonders häufig für das Tracking von Smartphones eingesetzt.
Die typische Genauigkeit, die mit standardmäßigem BLE-Tracking erreicht werden kann, liegt bei etwa 5 bis 10 Metern. Da das System zur Positionsschätzung auf dem Empfangssignalpegel (RSSI) basiert, können die Ergebnisse je nach Umgebung jedoch stark schwanken. Hindernisse, Metall oder vorbeilaufende Personen beeinflussen die Signalstärke erheblich. Trotzdem bleibt BLE-Ortung aufgrund der geringen Kosten sehr beliebt.
Vor Kurzem wurde der BLE-Standard um Direction Finding erweitert, um die Ortungsleistung zu verbessern. Mit diesem Verfahren ist eine submeter-genaue Positionierung möglich. Dafür ist jedoch spezielle Infrastruktur erforderlich, und Standard-BLE-Tags funktionieren ohne Anpassung nicht.
RFID (Radiofrequenz-Identifikation)
RFID ist wahrscheinlich die bekannteste und am weitesten verbreitete Technologie für Track-and-Trace-Anwendungen. Bei passivem RFID kann der Tag so einfach sein wie ein Aufkleber mit kleinem Chip und integrierter Antenne, der nur wenige Cent kostet. Das eröffnet grundsätzlich das Potenzial, nahezu alles zu kennzeichnen und nachzuverfolgen.
Der Nachteil ist allerdings, dass RFID kein Echtzeit-Tracking bietet, weil der RFID-Tag nur erkannt wird, wenn er von einem RFID-Scanner mit kurzer Reichweite gelesen wird. Damit eignet sich RFID gut für Bestandskontrolle oder bestimmte Automatisierungen, nicht jedoch für die Suche nach verlorenen Assets oder für standortbasierte Analytik.
Wichtig ist außerdem, dass RFID vergleichsweise wenig robust ist und in metallischen Umgebungen nicht garantiert alle RFID-Tags zuverlässig erkannt werden. Deshalb wird RFID in industriellen Umgebungen seltener eingesetzt.
Wi-Fi-Scanning
Wi-Fi-Tracking ähnelt klassischem Bluetooth, weil auch hier die Signalstärke des Wi-Fi-Signals genutzt wird, um den Standort zu bestimmen. Die Genauigkeit liegt typischerweise bei etwa 5 bis 10 m, wobei die Leistung je nach Anbieter stark variieren kann. Ein Vorteil ist, dass bestehende Wi-Fi-Infrastruktur genutzt werden kann, was zusätzliche Installationskosten reduziert. Allerdings ist der Energieverbrauch von Wi-Fi deutlich höher als bei BLE oder UWB, weshalb es sich eher für Geräte eignet, die ohnehin über integriertes Wi-Fi verfügen, etwa Laptops oder bestimmte Maschinen.
Eigenständige, batteriebetriebene Wi-Fi-Tracker funktionieren anders: Sie verbinden sich nicht mit einem Wi-Fi-Netzwerk, sondern erkennen lediglich, welche Access Points sich in der Umgebung befinden. Diese Informationen werden dann über das Mobilfunknetz in die Cloud übertragen, um anhand bekannter Access-Point-Standorte die Position zu berechnen. Da diese Tracker auf das Mobilfunknetz angewiesen sind, fallen monatliche Konnektivitätskosten an, und die Anzahl der Standortupdates pro Tag ist auf einige Dutzend begrenzt. Das kann für bestimmte Use Cases sinnvoll sein, ist aber durch Energieverbrauch und Update-Frequenz eingeschränkt.
Wi-Fi-Tracking ist eine praktikable Option für RTLS in Umgebungen, in denen bereits Wi-Fi-Infrastruktur vorhanden ist. Bei der Einführung solcher Systeme müssen die Kompromisse bei Energieverbrauch und Genauigkeit jedoch sorgfältig abgewogen werden.

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Pozyx entwickelt und konstruiert seine Produkte vollständig im eigenen Haus – von der Elektronik über das Antennendesign bis zum Gehäuse. Dadurch bleibt die Qualitätskontrolle über das Endprodukt jederzeit in einer Hand. Mit eigenem Elektroniklabor und schalltoter Kammer garantiert Pozyx erstklassige Funkleistung sowie maximale Reichweite und Performance.
Die patentierte Lokalisierungs-Engine von Pozyx wurde gemeinsam mit unserem Signalverarbeitungsteam und der Universität Gent entwickelt und ist auf Performance, Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit optimiert. Sie wurde in mehr als 200 RTLS-Installationen in unterschiedlichsten Umgebungen erprobt und über Jahre hinweg weiter verbessert – mit dem Ergebnis eines qualitativ hochwertigen und äußerst zuverlässigen Systems.
Pozyx hat zudem eine ergänzende RTLS-Software entwickelt, die Installation und Betrieb des RTLS und seiner Komponenten deutlich vereinfacht.
Pozyx ist überzeugt von offenen Industriestandards und engagiert sich aktiv in verschiedenen Standardisierungsgremien wie Omlox, um Interoperabilität voranzutreiben und das Ökosystem rund um UWB-Innenortung weiter auszubauen.
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